Elsass und Burgund: eine Weinstraße in vier Etappen
Zwischen dem Elsass und dem Burgund liegen keine dreihundert Kilometer, aber zwei sehr verschiedene Vorstellungen davon, wie eine Landschaft auszusehen hat. Die eine ist eng, bunt und von Fachwerk geprägt, die andere weit, ruhig und in Stein gebaut.
Weinstraße im Elsass: die erste Etappe
Die Route beginnt am Fuß der Vogesen, wo sich die Dörfer wie Perlen an die Hänge legen. Die Straße ist schmal, gut ausgeschildert und an Sommerwochenenden voll. Fahren Sie früh, halten Sie oft, und nehmen Sie jede Abzweigung nach oben in die Rebhänge: Von dort reicht der Blick über die Ebene bis zum Schwarzwald.
- Morgens die Dörfer, mittags die Höhenwege
- Ein Halt bei einem Winzer, ohne Kaufzwang
- Ein Ort für die Nacht, der keine Parkplatzreihen hat
Über die Hochebene ins Burgund
Der Übergang ist die unterschätzte Etappe. Zwischen den beiden Weinregionen liegen Hochflächen, Buchenwälder und Dörfer mit einem einzigen Gasthaus. Wer diese Strecke nur als Verbindung sieht, verpasst den ruhigsten Teil der Reise.
Zwischen zwei berühmten Landschaften liegt fast immer eine dritte, über die niemand schreibt.
Burgund: Steinmauern und lange Abende
Im Burgund werden die Hänge sanfter und die Mauern älter. Die Dörfer wirken schwerer als im Elsass, aus hellem Kalkstein gebaut, mit Höfen hinter hohen Toren. Die Weinberge sind in kleine Parzellen geteilt, oft von Trockenmauern gefasst, und die Wege dazwischen stehen allen offen, die zu Fuß gehen.
Planen Sie für die letzten beiden Tage weniger Strecke ein als am Anfang. Die Abende dauern hier länger, das Licht liegt bis spät auf den Hängen, und der Rückweg zur Autobahn ist kürzer, als Sie denken. Im Frühjahr blüht der Raps zwischen den Rebzeilen, im Herbst riecht das ganze Tal nach Most.